Zur Verbschiedung eines Mitarbeiters.
Zur Begrüßung von Dinner-Gästen, einer Feier oder Hochzeit.
Vor der Präsentation beim Kunden oder zur Eröffnung einer neuen Filiale.

Im Beruf oder privat , immer wieder kommen Sie in die Situation, in der Sie in 1-2 Minuten, kurz & knapp jedoch rund, Worte an Ihr Gegenüber richten müssen. Je nach individueller Vorbereitungszeit und Übung wird dies mehr oder weniger gut gemeistert. Was jedoch, wenn Sie völlig spontan oder unvorbereitet gefordert sind?
Struktur zu wahren, je nach Anlass die Mischung zwischen Spannung, Unterhaltung wie Information zu finden und dennoch das Ganze nicht unnötig lang werden zu lassen – das fällt vielen aus dem Stand heraus schwer. Und zur bereits hohen Nervosität kommt die Unsicherheit etwas vergessen, konfus rübergebracht oder verdreht zu haben. Diese Mischung lässt viele stand-up-speeches häufig zum Abenteuer werden bei dem man froh ist es endlich hinter sich gebracht zu haben.

Im Folgenden finden Sie unser 5-Punkte Grundgerüst, mit welchem Sie nicht nur Sicherheit über eine stimmige Struktur gewinnen sondern auch sympathisch und begeisternd ankommen, egal ob vorbereitet oder spontan.

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1. Anrede, Begrüßung

Holen Sie Ihre Zuhörer mit einer richtigen und angemessenen Begrüßung  ab. Achten Sie v.a. hierbei auf die angemessene Form, denn je nach Situation und Zuhörern ist von “Servus” über “Liebe Freunde” bis zu “Sehr geehrte Damen und Herren” unter rhetorischem Blickwinkel alles denkbar. Die Anrede zu Beginn – sei es aus Nervosität oder Nachlässigkeit – zu vergessen wirkt auf die meisten Zuhörer etwas abrupt und hektisch.

2. Ohrenöffner

Lenken Sie gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit und Neugier Ihrer Zuhörerschaft auf sich und das, was Sie zu sagen haben! Möglichkeiten zum Aufbau eines Spannungsbogen zur Einleitung des Hauptteils sind u.a.:

1. Zitat
2. Geschichte, Anekdote
3. Gemeinsamkeiten
4. Rhetorische Frage
5. aktueller Anlasse/Tagesgeschehen
6. Bilder, Audio
7. bewusstes, kurzes Schweigen
8. Nutzen Ihrer Zuhörer formulieren


3. Inhalt

Ausschließlich Faktisches langweilt, reine Emotion verkommt zum Populismus.
Die gesunde Kombination aus Emotio (Anekdoten, Beispiele, mentale oder reale Bilder, Wünsche, Hoffnungen, Befürchtungen Ihrer Zuhörer…)  und Ratio (Zahlen, Daten, Fakten…) Ihrer Inhalte ist der Schlüssel zum Erfolg. In jeder guten Rede sind stets beide Elemente enthalten, jedoch je nach Redegattung und -anlass in verschiedener Gewichtung.
Und noch ein Tipp: Machen Sie sich das Leben nicht selbst schwer: Sie können in wenigen Minuten nicht die Welt erklären. Gerade ungeübte Redner verkrampfen zu sehr, indem sie ihr Augenmerkt ständig überkritisch auf die  “Güte” jedes noch so kurzen Wortes legen und hierbei jegliche Unbeschwertheit verlieren.

4. Zielsatz

Der Zielsatz ist Ihre Kernbotschaft – in einem Satz – und drückt ganz klar aus, was Ihre Zuhörer mitnehmen sollen. Formulieren Sie diesen als Ich-Botschaft in Form eines Fazits, Appells oder Ausblickes und bedienen Sie sich dem Wortfeld: wünschen, denken, hoffen. Dies wirkt weniger direktiv und weckt bei Ihren Zuhörern weniger Widerstand Ihrem Zielsatz zu folgen.

“Ich wünsche Ihnen, dass…”
“Ich hoffe Ihr werdet…”
“Ich denke wir werden…”

5. Danke

Eine gute Rede nimmt nicht nur die Zuhörer in Empfang mit einer entsprechenden Anrede, sondern entlässt diese ebenso freundlich wie galant. Verzichten Sie auf die Floskel “Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit”. Ein freundliches “Danke” mit einem Lächeln reicht völlig, wirkt oftmals Wunder und setzt zudem ein klares Signal, dass der Vortrag nun beendet ist.  Dies erspart Ihnen endlos wirkende Sekunden zwischen Ihrem letzten Wort und den Fragen oder dem Applaus des Publikums.

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Fazit:

Gerade in kurzen Reden oder Ansprachen ist ein runder, in sich stimmiger Gesamteindruck sehr wichtig, denn für detaillierte, tiefe Inhalte und Informationsverarbeitung ist zu wenig Zeit.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Einprägen dieser  fünf Punkte und sind uns sicher: Sie werden auch jede noch so unvorhergesehene Spontanrede klar vortragen und erfolgreich meistern.